Das ganzheitliche Weltbild

Jahrhunderte lang, vielleicht Jahrtausende lang ist unser Zusammenleben mit uns und unserer Mitwelt von unserer linken Gehirnhälfte geprägt und streckenweise tyrannisiert worden.

Die linke Gehirnhälfte (Sprachhirn) steht für Verstand, Logik, Intellekt, Analyse, Detaildenken, Argumente, Bewertungen, Regeln und Gesetze, bewusste Kontrolle, Angst und alles im Zeitmanagement.

In der rechten Gehirnhälfte (Gestalthirn) laufen visuelle Vorgänge, gleichzeitige Informationsverarbeitung, Zusammenhänge, ganzheitliches Vorgehen, Synthese, Überblick und Gleichnisse ab. Neugier und Begeisterung, Gefühle, Intuition, Kunst, Musik, Tanz, Rhythmus, Körperbewusstsein, Kreativität, Phantasie und Wachträume aktivieren die rechte Gehirnhälfte ebenfalls.

Es liegt auf der Hand, dass wir zumindest seit dem Mittelalter einem Denkfehler unterliegen. Es ist an der Zeit, jetzt unsere Denkweise zu ändern, vom analytischen Detaildenken zu einem ganzheitlichen- und Überblickdenken. Wir haben zwei Gehirnhälften; lasst uns alle lernen, sie beide zu „benutzen“, zu aktivieren (gehirnintegriert) und nicht weiterhin die Qualitäten der rechten Gehirnhälfte zu vernachlässigen. Mit Verstand und Gefühl werden wir zu verantwortungsbewussten Mitschöpfern unserer Mitwelt.

Anfang des 20. Jahrhunderts leitete Albert Einstein mit seinen physikalischen Erkenntnissen und der folgenden Quantenphysik einen fundamentalen Wandel der Weltanschauung ein. Bis heute – hundert Jahre danach – ist die neue Denkweise noch nicht in der Gesellschaft angekommen. Die heutige Betrachtung der Welt und ihrer Probleme begründet sich noch immer auf dem „Ursache-Wirkung-Denken“ im analytischen Detaildenken. Einstein: „Probleme lassen sich niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ (www.mimesis.biz/hintergrund.htl)

Das ganzheitliche Weltbild betrachtet „alles“ als ein zusammenhängendes System, indem alle Teile miteinander verbunden sind und gegenseitige sich beeinflussende Wechselwirkungen ablaufen. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, und das Ganze bestimmt das Verhalten der Teile. (Synthese von F. Capra)

Wenn wir wissen,

  • dass alles miteinander verbunden ist – 99,9999% der Materie besteht aus Vakuum, leerem Raum – und voneinander abhängig ist,
  • dass alles in der Natur als ein komplettes Netz von Beziehungen zwischen den verschiedenen Teilen ein ganzheitliches Ganzes bildet,

dann:

  • erkennen wir, dass der Mensch nicht die Krönung der Schöpfung ist, sondern ein Teil der Schöpfung.
  • machen die Themen der DIE VIOLETTEN einen Sinn:
  • Tiefenökologie: Alle lebende Materie ist eingebunden in Organismen von „Untersystemen“ bis zum übergeordneten Ganzen, von Bakterien, Pflanzen, Tieren, Menschen, Natur, Erde, bis hin zum Universum.
  • BGE und gerechte Steuern (z. B. Erbschafts- und Vermögenssteuern): weg vom Neoliberalismus hin zu Perspektiven und Gleichheit, weg von Konsum hin zu Bedarf.
  • Freie Energie: Umwandlung des Vakuum-Potenzials in z. B. elektrische Energie, das könnten wir, wenn wir das Vakuum anerkennen (=99,9999% der Materie).
  • Bewusstseinswandel: Wir leben in einem Feld der Möglichkeiten, und wir entscheiden, wohin die Reise geht – für uns selbst und global. Und wenn wir nicht entscheiden, tun das andere für uns. Einer für alle, alle für einen.

Marion Schmitz

Hinweis zu Autorenbeiträgen

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Sie dienen der Beleuchtung einzelner Sachverhalte oder Entwicklungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln und damit der Meinungsbildung.

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