Kreativität und Vielfalt bei den Violetten

FredEin lebendiges, vielfältiges Kultur- und Geistesleben will die Partei „Die Violetten“ fördern – und zeigt, dass sie es ernst meint: Zahlreiche Kunstevents fanden bereits im Stadtbüro der Violetten in der Langemarkstraße 14 in Oberhausen statt. Ein neues Highlight stellte die Finissage von Fred Fischer am Mittwoch, den 29. April 2015, dar:

Etwa drei Wochen lang schmückten die Bilder des verschmitzten Bottroper Originals die Wände des Violetten-Stadtbüros in Oberhausen. In der Vergangenheit sorgte Fred Fischer regelmäßig für Schlagzeilen, als er die Steine auf der Bottroper Halde an der Beckstraße neu arrangierte und so jene Aliens schuf, die zahlreiche Ausflügler zum Tetraeder auf dem Haldengipfel lockten. Nachdem nun Besucher des Violetten-Büros dank seiner mystischen Gemälde in die Welt der Außerirdischen eintauchen durften, hatte Fred Fischer sich für den letzten Abend seiner Ausstellung etwas Besonderes einfallen lassen: die Performance „Geburt der Aliens“. Ein außerirdisches Wesen aus leuchtendem Industriematerial lag zu den sphärischen Sounds von Jörg Hüttemann, der als Klangmaler u.a. bei Firefly und JayAge aktiv ist, in den Wehen. Eine leichte Geburt war dem Gast aus Outer Space nicht vergönnt: Erst, nachdem Fred Fischer gemeinsam mit zwei Assistenten aus dem Publikum einen Kaiserschnitt  durchführte, erblickten neun kleine Aliens das Licht der Welt. Mit visionären Weisheiten aus der Feder von Fred Fischer wurde die Wunde der frischgebackenen Alien-Mutter verschlossen: „Erdling! Du suchst im Raum der Leere die Erfüllung. Gebe dich zufrieden mit deinem Atemzug und lebe deinen Augenblick aus“, „Erdling! Ein Mensch ohne Seele ist wie eine Marionette ohne Fäden“ erfuhren die etwa zwanzig Gäste, die das Spektakel fasziniert beobachteten. Die Frage, welches Schicksal die so unverhofft auf unserem Planeten gestrandeten Allbewohner erwarten könnte, wird sicherlich viele zum Nachdenken und Träumen anregen.DIGITAL CAMERA

Doch das Publikum, das sich an diesem Abend eingefunden hatte, wurde beileibe nicht nur Zeuge einer Alien-Geburt: Nach einer kurzen Pause präsentierte die Heidelberger Autorin Nadine Muriel ihren Zuhörern eine weitere merkwürdige Kreatur. Um einen dämonischen Kühlschrank mit durchaus delikatem Geschmack ging es in der charmant vorge-tragenen Kurzgeschichte aus dem Sammelband „Dunkle Gefährten“. Hin- und hergerissen zwischen Vergnügen, Verwirrung und Erschauern lauschten die Gäste der Story um das Pariser Paar Léon und Arlene, welches erkennen muss, dass es mit dem Gurgeln und Grollen seines Haushaltsgeräts eine besondere Bewandtnis hat.

Dass all dies zum Sinnieren und Diskutieren einlädt, ist klar: Noch lange blieben die Gäste an diesem Abend beisammen, um sich über die Eindrücke auszutauschen. Wieder mal war das Stadtbüro der Violetten in Oberhausen zu einem Ort der Inspiration und der Begegnungen geworden.

Derzeit beherbergt das Stadtbüro der Violetten in der Langemarkstraße 14, Oberhausen, Bilder der Ausstellung „Jenseits der Farben“ von Iris Vetter.

                                                                                                                                                              Text: Nadine Muriel

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